Dienstag, Juni 26, 2007

neues Evangelium

Ich wollte mit der Empfehlung warten, bis ich's ausgelesen habe, aber jetzt halt ich's nicht mehr aus. Mir fehlen zwar noch 100 Seiten, aber ich will's jetzt schon empfehlen: "Die Bibel nach Biff" von Christopher Moore.

Die Story: 2000 Jahre später beschließt Gott, daß das neue Testament einfach nicht vollständig ist, weil nach Jesu' Geburt einfach die nächsten 30 Jahre unterschlagen wurden. Also wird der etwas dümmliche Engel Raziel* losgeschickt, um Levi bar Alphaeus genannt Biff von den Toten zu erwecken. Biff war Josuas (wie Jesus eigentlich ja heißt) bester Kumpel. Er soll unter den wachsamen Augen von Raziel das fünfte Evangelium schreiben.

*Raziel hat beispielsweise auch schon die Verkündigung von Jesu Geburt verbockt, weil er bei einem Kartenspiel mit Gabriel hängengeblieben ist. Er kam ca. 12 Jahre zu spät und meinte dann, das würde er schon wieder gerade biegen...

Biff ist so ziemlich das genaue Gegenteil von Josua: Durchtrieben, sexsüchtig und vor allem schlau! - Biff ist eigentlich ein Genie. So stellt er beispielsweise schon recht früh seine eigene Evolutionstheorie nach Darwin auf; oder er behauptet, daß die Erde eine Kugel sein müßte.... Und wird dafür von Josua - genannt "Josh" - immer als dämlich hingestellt. Dabei ist eigentlich Josh der reinste Naivling.

Ein bißchen bibelfest sollte man schon sein, sonst versteht man etliche Anspielungen nicht. Notfalls vorher doch schnell das Neue Testament durchblättern!

Insgesamt herrlich komisch. Ich habe inzwischen alle Bücher von Christopher Moore auf meine Amazon-Wunschliste gesetzt. Bin gespannt, ob die anderen auch so witzig sind.

Unbedingt lesen!

Kommentare:

Micha hat gesagt…

Das Buch wollte ich auch schon immer mal lesen. Deine Kurzbeschreibung hat mich aber ein wenig davon abgebracht, weil ich nicht ganz so bibelfest bin.

Randy_Jim hat gesagt…

Na, lustig ist es trotzdem, Dank seiner locker-flockigen Art. Aber man sollte halt schon beispielsweise die Namen der Jünger und einiges aus dem Neuen Testament kennen, um die Anspielungen zu verstehen.