Mittwoch, April 25, 2007

Jimmy und der Pädophile

Letzte Nacht bin ich noch zufällig auf einen Artikel in einem Blog gestoßen, in dem ich zu meinem Erstaunen zitiert worden bin. - Finde es schon mal unverschämt, mich zu zitieren, ohne mich darüber zu informieren.

Aber der Betreffende hat das Zitat auch noch völlig aus dem Zusammenhang gerissen, was schon mal sinnverzerrend ist, und dann auch noch fehlinterpretiert.

Und dann mußte ich dreimal hinschauen, bevor ich kapiert habe, warum ich angeblich verrückt wäre. Erst dachte ich, mir würde vorgeworfen, daß ich die Pädophilie in dem Film ("Der verlorene Soldat") gutgeheißen hätte. - Stand aber so überhaupt nicht in meinem Beitrag.

Danach habe ich erst kapiert, daß der Typ mir das genaue Gegenteil vorwarf, nämlich daß für mich ("trotz eigener Erfahrungen") Pädophilie Kinderschändung bedeuten würde und nicht Kinderliebe. - Aha! Okay, das stand zwar so auch nicht in dem betreffenden Thread, aber ehrlich gesagt: Mit diesem Vorwurf kann ich leben!

Nun, mein lieber Herr Ganymed oder wie immer Sie auch heißen mögen: Gerade wegen eigener Erfahrungen kann ich Pädophilie - und damit meine ich den Mißbrauch von nicht geschlechtsreifen Kindern - nicht gutheißen und befürworten. Auch wenn das Kind den Täter liebt, so ist der sexuelle Übergriff immer ein Mißbrauch. Da hilft's auch nichts, wenn Ihr Pädophilen Euch schönredet, daß es doch "gleichberechtigte Liebe" wäre. Ein Kind, das bedingungslos liebt, wird alles tun, was von ihm verlangt wird; auch wenn es dazu noch nicht bereit ist. Und auch wenn es spürt, daß irgendwas falsch läuft, dann sucht es die Schuld daran in der Regel nicht beim Erwachsenen sondern bei sich selbst. Es liegt ganz allein in der Verantwortung des Erwachsenen, dem einen Riegel vorzuschieben!

Und das nächste Mal, wenn Sie mich zitieren und ich einen entsprechenden Kommentar abgebe, dann haben Sie bitte wenigstens den Anstand, diesen nicht einfach wieder zu löschen!

Danke fürs Gespräch!

Kommentare:

caliban hat gesagt…

Autsch...
Mehr fällt mir dazu gerade nicht ein.
Muss gestehen, ich finde dieses Blog einfach furchtbar.
Allerdings würde mir ganymed (sic) garantiert vorwerfen, dass ich einer konservativen Sexualmoral angehöre...
Auf diese Diskussion möchte ich mich gar nicht mehr erst einlassen.
Autsch.

Randy_Jim hat gesagt…

Ich sollte vielleicht auch einfach keinen Kommentar mehr dazu abgeben?

barbara hat gesagt…

pure Verschwendung von Energien, wenn es auf keine richtige Diskussion hinausläuft

caliban hat gesagt…

Auf was willst Du Dich einlassen?
Soll er in die USA ziehen, und sie LAMBDA anschließen.
Er wird immer argumentieren, dass Kinder auch eine Sexualität besitzen.
Das ist soweit sogar richtig. Psychologen haben herausgefunden, dass präpupertäre Kinder durchaus sexuelles Empfinden haben, welches über Doktorspiele hinausgeht.
Das gibt aber keinem Erwachsenen das Recht, dies auszunutzen.
Ganz im Gegenteil.

Ich würde die Diskussion lassen.

Randy_Jim hat gesagt…

Ich diskutiere ja auch gar nicht.

Greeny hat gesagt…

Ich habe diese kleine Auseinandersetzung gerade gelesen, aber muß zugeben, daß das für mich tatsächlich etwas komisch klingt. Einerseits schreibt Jimmy in seiner Filmkritik, daß es für ihn eine legitime Liebesgeschichte sei.

Soweit, so gut, allerdings haben die beiden Personen (der 20-jährige und der 12-jährige) im Film doch auch Sex - wie paßt das denn dann damit zusammen, daß sexuelle Beziehungen mit Personen dieses Alters immer Mißbrauch seien, wie es jetzt in diesem Blog-Eintrag steht?

Ich bin ehrlich gesagt etwas verwirrt darüber, was Jimmy damit nun sagen will. Wenn er die Beziehung der beiden im Film für eine legitime Liebesgeschichte hält, soll er doch dazu stehen... es kommt doch letztendlich eh immer auf den genauen Einzelfall an, finde ich.

Thomas hat gesagt…

Ganz meine Meinung.
Siehe auch http://ganymed.blogsport.de/2007/04/21/padophilie-undenkbar/#comment-16

Randy_Jim hat gesagt…

@greeny: Die Sexszenen im Film werden aber so dargestellt, daß sie dem Jungen nicht sonderlich angenehm sind oder er sie bestenfalls zu ignorieren versucht. Und ansonsten verharmlost der Film schon sehr die Situation. Die Review bezog sich aber auf den Film als Film; also die Darstellung einer Liebesgeschichte, ungeachtet der moralischen Diskussion, die ich gar nicht erst beginnen wollte.

Also, wenn man die Moral außer acht läßt, handelt es sich beim FILM um eine schön-dargestellte Liebesgeschichte. Fertig. Um mehr soll's in einer Review auch nicht gehen. Das heißt ja nicht, daß ich die Situation in der Realität gutheißen würde. Wenn ich Hannibal Lecter gut finde, heißt das ja auch noch lange nicht, daß ich ein Herz für Serienmörder habe.

Ist das jetzt verständlicher???